Da war doch was: Kurzzeitfasten

Bevor ich meine Blogpause eingelegt hatte, hatte ich mit dem Experiment Kurzzeitfasten angefangen, und das ging irgendwie unter, obwohl ich fest geplant hatte, ein Update zu liefern.

Ich gebe euch mal ein tl;dr: Kurzzeitfasten ist super und ich mache es nicht mehr.

Ja, genau so unlogisch ist das. Kurzzeitfasten hatte ich begonnen wegen der Blutzucker- und Appetitregulierung. Ich hatte mir davon weniger Gelüste und Heißhunger verspochen. Und… genau das trat ein. Der Heißhunger und die Gedanken an Essen gingen recht drastisch zurück, wenn ich am Ende meines Essfensters (meist so um 16 Uhr) ankam und ich hatte den ganzen Nachmittag und Abend „Ruhe“ vor den Gedanken an Essen („Das könntest du vielleicht noch….“, „Da ist noch ein Mozzarella und Tomaten im Kühlschrank…“).

Klasse! Könnte man meinen. Aber irgendwas hat gefehlt. Zur Zeit ist es oft so, dass ich mich abends noch eine Stunde auf den Crosstrainer stelle, dabei meine Lieblingsserie schaue und mir dann im Anschluss die ersportelten Kalorien für was leckeres „Extra“ gönne, so wie Nüsse oder Trockenobst. Und klar, das hätte auch funktioniert wenn ich die Kalorien abends ersportle und dann am nächsten Tag im Zeitrahmen esse. Oder den Zeitrahmen auf später lege. Zumindest theoretisch. Denn ich bin ein totaler Frühstücker, das ist für mich die größte und wichtigste Mahlzeit des Tages. Also fiel die Option „Zeitrahmen nach hinten schieben“ für mich komplett weg. Das mit dem „heute Sport, morgen essen“ habe ich dann zwar ebenfalls ausprobiert, aber das Ritual hat damit für mich vollkommen seinen Reiz verloren, denn das schöne für mich war dieses Gefühl von „Extra“. Wenn ich mir Kalorien vom Vortag am nächsten Tag gönnte, waren die eben irgendwie schon in meinem Budget drin, da fiel dieses „Hehe, das haste dir jetzt noch ganz heimlich zusätzlich geholt“ weg.

Letztlich hat das Experiment damit ein für mich ganz interessantes und überraschendes Ergebnis gebracht: Ich habe festgestellt, dass ich eigentlich vollkommen zufrieden bin und gar nichts ändern muss. Ich war bisher genervt von den abendlichen Süßgelüsten, aber sie „abzuschaffen“ hat mir gezeigt… ich MAG das eigentlich. Diese Stunde Sport und das anschließende Belohnen ist etwas schönes, das ist Lebensqualität und keine Last. Die letzten Tage musste ich wegen Arbeitsstress dieses Ritual öfter ausfallen lassen, und es hat mir echt gefehlt – und zwar sowohl der Sport, als auch das Essen (wer hätte es gedacht, aber tatsächlich hat mir der Sport sogar mehr gefehlt, und ich habe auch gemerkt, wie er mir physisch gut tut, denn nach ein paar Tagen Sportpause war ich ziemlich verspannt und bekam wieder leichte Probleme mit der Achillessehne durch die harten Wadenmuskeln). Und die Serien haben mir ebenfalls gefehlt, denn „Orange is the new black“ ist echt gut.

Also ziehe ich insgesamt ein positives Fazit meines Kurzzeitfasten-Experiments. Wer seinen Heißhunger loswerden will, dem kann ich empfehlen, es mal auf diese Art zu versuchen. Ich jedenfalls hab meinen dann wieder am Straßenrand eingesammelt, nachdem ich ihn da tagelang so herzlos ausgesetzt habe. Da fällt mir ein… es ist noch Mozzarella im Kühlschrank!^^

9 Gedanken zu “Da war doch was: Kurzzeitfasten

  1. Ich mache es ähnlich in dem ich 13:30 Mittags und ca. 19:30 Abends esse. Es gibt diese beiden Termine und dazwischen wird „gefastet“. Also hab ich zwei große Mahlzeiten und den Rest des Tages ist Essen egal. Das finde ich echt gut und ich habe auch keinen Heißhunger, ich achte darauf genug Kohlenhydrate und Proteine zu essen, Fett fehlt mir nicht.

    Ich denke es ist eine gute Idee, wenn man Probleme mit Snacks hat, ansonsten gibt es auch keinen Grund sich dafür extra zu verkrampfen. Man nimmt dadurch alleine nicht mehr ab, oder hält sein Gewicht magisch besser.

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  2. nele40

    ich kurzzeitfaste seit 6 Monaten und habe ca. 10kg damit verloren und durch 2 Urlaube davon 2kg wieder davon drauf…
    o.k…. ich wollte langsam abnehmen, aber da ich genauso schnell wieder zunehme, wie wenn ich schnell abnehme…muss ich das Abnehmen auch nicht so ooo in die Länge ziehen, wie ich dachte….
    zumal ich langsam etwas ungeduldig werde….
    hoffe jetzt, dass die Fettlogik-Theorie auch bei mir greift….

    noch hilft mir das Essfenster, da ich abends sonst gerne einen trockenen Wein trinke
    und das ist dann nicht drinne, da das nächste Futter erst 16std später auf den Tisch bzw. in die Hand kommt…und bis 14h würde ich wahrscheinlich vor Hunger sterben …wenn ich bis 22h meinen Wein genießen würde…. also vergneife ich ihn mir…
    psychologisch wertvoll und die Leber dankt…*grins*
    ich werde dann und wann berichten…
    habe seit gestern das 50-Tage-Fettlogik-Experiment gestartet

    zum Thema Sport, ich sportle auch gerne, bin aber z.Zt. durch einen Sehnenplattenabriss außer Gefecht gesetzt…deswegen ist das -Fettlogik-Experiment auch so interessant für mich *zwinker*, da ich nur 3x pro Woche hüftschonendes Krafttraining mache
    1-2Std am Tag ginge bei mir gar nicht… da ich ein Morgensportler bin

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  3. maSu

    Mir wäre das zu kompliziert. Ich habe meinen Rhythmus gefunden: Morgens Magerquark mit Früchten, Mittags Salat mit Hähnchen/Pute/Thunfisch, Abends ebenfalls Salat mit Hähnchen/Pute/Thunfisch an Tagen ohne Training. Sonst vor und nach dem Training ein Eiweiß-Shake(60g Eiweiß und ca 400kcal je Shake) und kein Abendbrot.

    Wenn ich davon abweiche… oh man. Dann habe ich wieder Hunger, stopfe Mist in mich hinein usw. 😀

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  4. Mona

    Mein Sport wurde gestern ganz kurz vor knapp abgesagt. Grrrrrrr, wollte so gern zum Sport.

    Immer wenn es schön warm war brauchte ich weniger Essen, da hab ich auch immer nur zwischen 14 und 21 Uhr gegessen. Sobald es keine 20 °C mehr sind, brauche ich Frühstück und allgemein mehr zum Essen. Ich hab ein bisschen das Gefühl, dass wenn ich von mir aus Durst habe, dann habe ich weniger Hunger. Wenn ich aber keinen ganz deutlichen Durst habe, dann will ich die ganze Zeit essen, weil ich zu wenig trinke. Bin gerade nicht so weit, dass ich mich zum trinken überreden will. Ist bestimmt nur eine Phase, esse ich halt soviel wie ich esse, auch wenn es mehr ist als zum Abnehmen gut wäre. Irgendwie lebe ich sowieso von Phase zu Phase. Gelassen damit umzugehen und nicht am Kurzzeitfasten oder einem anderen Modell festzuhalten, macht das alles viel leichter, also stressfreier.

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  5. Hannelore

    Mir ist das Thema nicht ganz transparent. Ob ich nun die 2500 Kalorien über den Tag verteilt oder nur zwischen 17 und 19 Uhr zu mir nehme, kommt doch aufs gleiche raus, oder!
    Denn in den einschlägigen Büchern steht nichts davon, dass man auch die Kalorien reduzieren muss. Und dann ist es wieder egal ob man zwischen 17 und 19 Uhr was isst oder über den Tag verteilt.
    Sehe ich hier etwas falsch? Jedenfalls hat das bei mir nicht richtig funktioniert und ich war total unzufrieden. Jetzt esse ich nach Energiedichte, da fehlt mir nichts und ich habe 12 Kilo bis jetzt abgenommen, vor allem Dank Fettlogik überwinden. Davor hatte ich immer das Gefühl, zu wenig zu essen (ja auch ich war dem Gedanken aufgesessen). 👍🏻😋😀

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    1. Grundsätzlich richtig. Der Trick ist (zumindest bei mir), daß ich a) es ganz gut aushalten kann den Tag über Hunger zu haben (bzw. der Hunger kommt und geht dann wieder irgendwann) und b) kann ich dann abends so richtig reinhauen, weil ich hab ja noch mein komplettes Tagesbudget, 1500kcal reicht z.B. für eine große kalorienarme Mahlzeit und 200g Schokolade ^^ (oder 3-4 Lachs- oder Mettbrötchen + Nachtisch).

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